Hearing in Kyoto, Japan

28. bis 30. November 2019, in Kooperation mit dem Kyoto Institute of Technology (KIT)

Hearing Kyoto discussion

Die 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Japan, Singapur und Europa repräsentierten ein breites Spektrum der verschiedenen Anteile aus der Designpraxis: kleinere Studios und große Unternehmen (z.B. Sony, Canon, Yamaha, Hitachi), Hochschulen und Forschungseinrichtungen, Managerinnen Manager und Selbständige, Berufserfahrene und Berufsanfängerinnen und -anfänger sowie unterschiedliche Disziplinen neben den traditionellen Designfeldern (Wirtschafts- und Ingenieurwesen, Mode, Kunst, Ethnologie).

Hearing Kyoto discussion
Hearing Kyoto discussion
Hearing Kyoto discussion
Hearing Kyoto discussion

Worüber wurde diskutiert?

Die Diskussionen in Kyoto drehten sich um deutlich andere Themenschwerpunkte, verglichen mit den beiden ersten Hearings im bayerischen Gmund am Tegernsee und im kalifornischen Pasadena.

Ein Teil der Diskussionen thematisierte die Praxis von Design als ästhetisches Ausdrucksfeld für das, was heute gebraucht wird. Dazu wurde auch die moralische Dimension gezählt, einerseits mit der kulturellen Tradition angemessen umzugehen und andererseits für künftige Generationen verantwortungsvoll zu handeln. Der Platz von Design wurde im Spannungsfeld von Kunst, Handwerk, Industrie und post-industrieller, digitaler Produktion von Gerätschaften und Botschaften definiert. Im Zentrum dieser Debatte steht der japanische Begriff »Kogei«, der nur unzureichend mit Kunsthandwerk oder folk art übersetzt werden könnte. Hierbei wird an Design der Anspruch gerichtet, die Erfahrungen und »Weisheit« der Generationen, die in traditionellen Gütern des täglichen Gebrauchs gespeichert sind, behutsam in die Zukunft zu überführen.

Ein weiterer Teil der Gespräche betraf die unterschiedlichen Kontexte, mit denen das Design vielfältig verwoben ist. Diese Kontexte sind gleichzeitig Veränderungen mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten und Intensitäten unterworfen. Das gilt z.B. für die Anspruchsgruppen in Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft. Es gilt auch für örtliche Dimension, also lokale, nationale und internationale Zusammenhänge. Nicht zuletzt betrifft es die Rollen, die den Designerinnen und Designern von außen zugeschrieben werden und die sie für sich selbst entwerfen: als Spezialistinnen und Spezialisten oder Generalistinnen und Generalisten, als avantgardistische Visionäre und Visionärinnen oder pragmatische Übersetzerinnen und Übersetzer bei der Entwicklung sinnvoller und wertvoller Angebote.

Statements unserer Experten

Prof. Daijiro Mizuno
Kyoto Institute of Technology
Design Researcher

Dr. Mitsuhiko Nagata
Nagata Office

Dr. Henriette Cornet
Principal Investigator TUMCREATE LTD
Singapore

Tomohiko Hirata, CEO
Ziba Tokyo

Asami Sasaki
Softdevice Inc.

Feilang Tseng
ROOTS Company

Yoshifumi Ishikawa
Advisory Director
Senior General Manager Canon Design Center

Prof. Sushi Suzuki
Kyoto Institute of Technology

Unsere Expert:innen