Bildungsstiftung für wissenschaftliche Forschung & Lehre
GEMEINSAM MIT DER NATUR GESTALTEN
#Artenvielfalt #Koexistenz #Gleichberechtigung
Prof. Nina-Marie Lister
Toronto Metropolitan University
Wertbasierte Führung für Nachhaltigkeit
Natur und Kultur im urbanen Raum: Eine neue Perspektive
Bei einem Spaziergang durch München stößt man am Lenbachplatz auf eine außergewöhnliche Installation, die unsere komplexe Beziehung zur Natur auf perfekte Weise zum Ausdruck bringt. Das von Sandra Schäfer und Mazefilm auf einem Billboard realisierte öffentliche Kunstprojekt präsentiert einen eindrucksvollen visuellen Dialog zwischen Kultur und Natur und hinterfragt herkömmliche hierarchische Sichtweisen. Das Zitat für die Installation aus einem Gedicht von Joanna Klink hallt noch lange nach:
»Half omen, half hope. Do not think any breeze or any grain of light shall be withheld. What is my culture to your nature? What is my nature to your culture?«
Die Herausforderungen des urbanen Jahrhunderts
Wir leben heute auf einem überwiegend urbanisierten Planeten und unser Verständnis von Natur ist zutiefst durch diese Urbanisierung geprägt. Diese Realität präsentiert sich uns mitunter auf unerwartete Weise – mit dem Leoparden, der in Mumbai erfolgreich Beute macht, der Giraffe, die in den Vororten von Nairobi spazieren geht oder dem Elch, der in Québec entlang des Highways läuft. Das sind nicht etwa herzerwärmende Anekdoten über die Harmonie zwischen Mensch und Tier, sondern Indikatoren dafür, dass wir zunehmend in die Lebensräume von Wildtieren vordringen und diese besiedeln, was dann häufiger zu solchen Begegnungen führt.
Die Biodiversitätskrise
Angesichts der Warnung des International Panel on Biodiversity and Ecosystem Services (IPBES), dass wir innerhalb des nächsten Jahrzehnts beinahe die Hälfte aller weltweit verzeichneten Arten verlieren werden, wird der akute Handlungsbedarf in diesem Konflikt zwischen urbanem Raum und Natur einmal mehr deutlich. Bei diesem Verlust geht es jedoch nicht nur um Zahlen, vielmehr ist das Funktionieren der für den Menschen überlebenswichtigen Ökosysteme unmittelbar bedroht, angefangen von der Bestäubung von Pflanzen bis zur Wasseraufbereitung.
Die moralische Dimension
Abgesehen von den lebenspraktischen Implikationen müssen wir uns auch einen tiefgreifenden moralischen Aspekt vor Augen führen. Denken wir an das erschütternde Bild des letzten Nördlichen Breitmaulnashorns mit seinem Tierpfleger – es erinnert uns auf eindringliche Weise an das grundlegende Recht jeder einzelnen Spezies nicht nur zu überleben, sondern auch zu gedeihen. Es geht daher nicht nur um Erhaltung, sondern um die Anerkenntnis, dass wir die langfristige Existenz aller Arten schützen müssen.
Die Herausforderung der Wechselwirkungen
Der Klimawandel und der Verlust der biologischen Artenvielfalt und dem daraus folgenden menschlichen Leid sind, wie Fachleute es nennen, in einer unheilvollen Dreiecksbeziehung gefangen Sie sind untrennbar in Wechselwirkungen miteinander verbunden – der Klimawandel treibt den Verlust der biologischen Vielfalt voran, während der Artenreichtum unser stärkster natürlicher Schutz vor den Auswirkungen des Klimawandels ist.
Forschungsmethoden und Anwendungen im urbanen Raum
Die Aufgabe Natur in städtische Umgebungen zu integrieren, erfordert innovative Ansätze, die wissenschaftliche Forschung mit zweckmäßigen Gestaltungslösungen verbinden.
Urbane Wildtierkorridore
Eine der vielversprechendsten Strategien besteht in der Errichtung von Wildtierkorridoren in urbanen Gebieten. Diese Korridore dienen als wichtige Verbindungen zwischen fragmentierten Wildtierpopulationen und erfordern eine wohldurchdachte Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftlern, gemeinnützigen Organisationen, Regierungsbehörden und beteiligten Gruppen. In Los Angeles sind diese Wildtierpassagen beispielsweise für Arten wie Berglöwen unverzichtbar geworden, da sie Inzucht verhindern und Konflikte zwischen Mensch und Tier reduzieren.
Nationale Stadtparks
Das innovative Konzept der National Urban Parks (NUP) in Finnland zeigt, wie Städte die Biodiversität wirksam fördern können. Mit diesen Parks hat man durchgehende ökologische Korridore von den Stadtzentren bis zu den Außenbezirken geschaffen, was die Artenwanderung und den Erhalt von Habitaten ermöglicht. Der Erfolg dieses Ansatzes verdankt sich der Berücksichtigung und Einbeziehung von Schutzgebieten, alten Waldbeständen und aquatischen Ökosystemen in der Stadtplanung.
Rahmenkonzept für die Konnektivität von Ökosystemen
Stadtplaner nutzen mittlerweile ausgefeilte Rahmenkonzepte, um die Vorteile der Konnektivität von Ökosystemen zu bewerten. In diesen Rahmenkonzepten werden drei Formen von Konnektivität berücksichtigt:
- Habitatkonnektivität bzw. Biotopverbund für die Bewegung von Organismen
- Geophysische Konnektivität, d.h. physische Transportwege für Wasser, Gestein, Stoffe etc.
- Ökosoziale Konnektivität, die menschliche Gemeinschaften mit der Natur verbindet.
Naturbasierte Lösungen
Städte implementieren zunehmend naturbasierte Lösungen (engl.nature-based solutions NBS), um gleichzeitig mehreren Herausforderungen gerecht zu werden. Diese Lösungen tragen dazu bei, Probleme wie schlechte Luftqualität, Überschwemmungsrisiken und Hitzewellen zu bekämpfen und sie fördern gleichzeitig die biologische Vielfalt. Ein wesentlicher Faktor ist die Schaffung multifunktionaler, artenreicher und miteinander verbundener Grün- und Wasserflächen, die sowohl den Bedürfnissen der Tierwelt als auch des Menschen dienen.
Fallstudien zur Integration von Natur in die Stadt
Singapurs Nature Ways
Singapur führt vor, wie in verdichteten urbanen Umgebungen erfolgreich Biodiversität integriert werden kann. In einem innovativen Ansatz werden urbane Korridore in lebendige Naturräume verwandelt, in denen kleine Säugetiere, Vögel und Insekten leben können, während über das gesamte Stadtgebiet für ökologische Konnektivität gesorgt wird. Das dichte Blätterdach der Bäume senkt die Umgebungstemperatur, absorbiert Kohlenstoff und reguliert Niederschläge auf sehr wirksame Weise.
Europäische Innovation
Der Bosco Verticale in Mailand, ein vertikaler Wald in Form eines begrünten Hochhauskomplexes, ist beispielhaft für die Integration von Waldflächen in die urbane Architektur. Dieser wegweisende Wohnkomplex besteht aus zwei Hochhäusern, die mit einer speziell ausgewählten Vegetation bepflanzt sind, was die Luftqualität und die urbane Biodiversität verbessert. Im Rahmen des Projekts wurden technische Probleme im Hinblick auf die Baustatik und Bewässerung erfolgreich gelöst, während neue Lebensräume im städtischen Umfeld geschaffen wurden.
Initiativen in Nordamerika
Das Environmental Collaboration Office in Milwaukee zeigt, wie Städte brachliegende Flächen in gedeihende ökologische Areale verwandeln können. Mit dem Projekt HOME GR/OWN werden Brachen zu nachhaltigen Außenbereichen transformiert, die vielfältigen Zwecken dienen – als gemeinschaftlicher Begegnungsort oder für Systeme zur Bewältigung von Starkregenereignissen. Allein das Fondy Park-Projekt kann bei starken Unwettern etwa 314.000 Liter Regenwasser auffangen.
Aktuelle Trends in der urbanen Biodiversität
Einbeziehung der Bevölkerung vor Ort
Erfolgreiche Projekte für urbane Biodiversität beruhen zunehmend auf einer verstärkten Bürgerbeteiligung vor Ort. Das Projekt ‚Nature in the City‘ in Fort Collins, Colorado, veranschaulicht, wie durch datengestützte Ansätze in Kombination mit der Partizipation der Öffentlichkeit zugängliche Naturräume geschaffen werden können, die für alle Einwohner innerhalb von 10 Minuten zu Fuß zu erreichen sind.
Multifunktionales Design
Aktuelle urbane Biodiversitätsprojekte dienen mehreren Zwecken:
- Umweltvorteile: Verbesserte Luftqualität und reduzierte urbane Hitzebelastung
- Soziale Vorteile: Gemeinschaftsorte und Bildungsmöglichkeiten
- Wirtschaftliche Vorteile: Steigerung von Immobilienwerten und reduzierte Infrastrukturkosten. [1]
Implementierungsstrategien und zukünftige Ausrichtung
Design für Koexistenz
Eine zeitgerechte Stadtplanung zielt nicht nur auf die Toleranz von Wildtieren, sondern auf echte Koexistenz. Dieser Ansatz erfordert ein Umdenken hinsichtlich der herkömmlichen Infrastruktur und verfolgt das Prinzip des ‚Two-eyed-Seeing‘, d.h. eines synoptischen Wissenstransfers, der indigenes ökologisches Wissen mit zeitgenössischem Design verbindet. Ziel ist es, Räume zu schaffen, in denen Menschen und Wildtiere unabhängig voneinander und doch harmonisch in gemeinsamen urbanen Umgebungen leben können.
Safe Passages Initiative
Das Safe Passages Projekt veranschaulicht diesen neuen Ansatz an der Schnittstelle zwischen Stadt und Tierwelt. Im Verlauf von sieben Jahren wurde durch diese Initiative die herkömmliche Straßeninfrastruktur in wildtierfreundliche Korridore umgewandelt. Dafür wurden nicht etwa nur einfache Überführungen errichtet, sondern Architekturen, die gleichermaßen ästhetischen und ikonischen Charakter haben und die sichere Passage von Wildtieren erlauben. Die multifunktionalen Unterführungen erlauben nicht nur eine freie Bewegung der Tiere, sondern umfassen auch ausgeklügelte Wassersteuerungsysteme. Anhand intelligenter Überwachungstechnologien können überdies die Bewegungsmuster der Wildtiere erfasst werden. Auf der Basis dieser Erkenntnisse können außerdem auch die Gestaltungselemente immer wieder optimiert werden.
Praktische Anwendungen
Innovation im Gebäudedesign
Ein vogelsicheres Gebäudedesign ist ein entscheidender Fortschritt im Schutz der städtischen Tierwelt. Da jedes Jahr Milliarden von Vögeln durch Kollisionen mit Gebäuden ums Leben kommen, setzen Architekten nun auf spezielle Glasbeschaffenheiten, die für Vögel sichtbar sind und gleichzeitig die ästhetische Wirkung nicht beeinträchtigen. Strategische Beleuchtungssysteme reduzieren das Problem des nächtlichen Orientierungsverlustes, während Dachbegrünungen urbane Gebäude in Lebensräume verwandeln. Diese Innovationen zeigen, wie ein wohlüberlegtes Design Wildtiere schützen kann, ohne die architektonische Funktionalität zu beeinträchtigen.
Urbane Wassersysteme
Die Biinaagami Initiative für Wassermanagement zeigt, wie traditionelles Wissen modernes Design bereichern kann. Gewässer werden hier nicht nur als Ressourcen betrachtet, sondern als Lebewesen, die Schutz und Respekt verdienen. Natürliche Filtersysteme ergänzen renaturierte städtische Feuchtgebiete und blaugrüne Korridore, die sich über die gesamte Stadt erstrecken, bilden ein lebendiges Netzwerk. Dieser ganzheitliche Ansatz gewährleistet sowohl ökologische Gesundheit als auch menschliches Wohlbefinden.
Zukünftige Herausforderungen und Möglichkeiten
Klimaresilienz
Die Strategien für urbane Biodiversität müssen durch adaptive und vorausschauende Interventionen den Auswirkungen des Klimawandels verstärkt Rechnung tragen. Bei der Artenauswahl werden nun zukünftige Klimaszenarien berücksichtigt, während die Infrastrukturplanung auf Flexibilität ausgerichtet ist, um auf Extremwetterereignisse reagieren zu können. Miteinander verbundene grüne Korridore erleichtern die Migration von Wildtieren und schaffen widerstandsfähige Netzwerke im urbanen Raum.
Integration von Technologie
Neue Technologien ermöglichen durch hochentwickelte Überwachungs- und Anpassungssysteme einen zukunftsweisenden Umgang mit der urbanen Tierwelt. GPS-Tracking eröffnet völlig neue Einblicke in die Bewegungsmuster von Wildtieren und KI-gestützte Identifizierungssysteme ermöglichen eine Echtzeitüberwachung bestimmter Tiere. Diese technologischen Fortschritte werden der Infrastrukturanpassung zugrunde gelegt und schaffen eine dynamische und responsive urbane Umwelt, die sowohl den Bedürfnissen der Menschen als auch der Tiere gerecht wird.
Ein Paradigmenwechsel für die Natur in der Stadt
Die Transformation unserer Städte in Räume, die die biologische Artenvielfalt tatsächlich fördern, ist mehr als ein ökologischer Imperativ – sie stellt einen grundlegenden Wandel in unserer Wahrnehmung von Natur und unserer Beziehung zu ihr dar. Diese Entwicklung im urbanen Design Thinking geht weit über vereinzelte Grünflächen hinaus, vielmehr hat sie die Schaffung miteinander verbundener Systeme zum Ziel, die menschliche als auch natürliche Gemeinschaften unterstützen.
Gemeinsame Verantwortung
Der Aspekt der gemeinsamen Verantwortung entwickelt sich zu einem wesentlichen Faktor für die zukünftige Entwicklung. Wenn wir anerkennen, dass der urbane Raum nicht nur dem Menschen gehört, sondern einer größeren ökologischen Gemeinschaft, ändern sich auch unsere Gestaltungsstrategien auf grundlegende Weise. Dieser Wandel wird bei Projekten deutlich, bei denen wirtschaftlicher Wert mit ökologischem Nutzen einhergeht, wie beispielsweise geringere Versicherungskosten aufgrund einer Infrastruktur mit Wildtierübergängen oder gestiegene Immobilienwerte in der Nähe renaturierter städtischer Gewässer.
Einbeziehung unterschiedlicher Fachbereiche
Die Zukunft der ökologischen Stadtplanung erfordert eine neue Form der Zusammenarbeit von Experten aus unterschiedlichen Fachbereichen. Ingenieure kooperieren mit Umweltforschern, Architekten mit Wildtierexperten und Überlieferer von indigenem Wissen arbeiten mit Stadtplanern zusammen. Diese transdisziplinäre Strategie eröffnet Lösungen, die technisch fundiert und umweltbewusst sind.
Eine Vision für die Städte der Zukunft
Die urbanen Räume der Zukunft werden nicht nur nach ihrer Effizienz und Ästhetik beurteilt, sondern auch nach ihrem Potenzial bemessen werden, wie sie funktionierende Ökosysteme unterstützen können. Die erfolgreiche Stadt von morgen wird sich durch folgende Merkmale auszeichnen:
Lebendige Infrastruktur
Herkömmliche graue Infrastruktur wird in lebendige Systeme verwandelt, die mehrere Funktionen erfüllen. Autobahnüberführungen werden zu Wildtierkorridoren, Gebäudefassaden zu vertikalen Gärten und Starkregensysteme sind natürlichen Wasserscheidenprozessen nachgebildet. Durch diese Anpassungen werden widerstandsfähige urbane Umgebungen geschaffen, die dynamisch auf menschliche und ökologische Bedürfnisse reagieren.
Ganzheitlicher Kulturwandel
Die tiefgreifendste Veränderung wird sich in der Art und Weise vollziehen, wie wir die Natur in der Stadt wahrnehmen und wertschätzen. Anstatt Wildtiere als Eindringlinge in den Lebensraum des Menschen zu betrachten, erkennen wir diese Aufeinandertreffen als Bereicherung unserer urbanen Lebenswelt an. Dieser Kulturwandel unterstützt Investitionen in biodiversitätsfreundliche Infrastruktur und stärkt das gemeinschaftliche Engagement für Umweltschutz.
Der Weg in die Zukunft: Urbanes Leben neu erfinden
Der Weg in die Zukunft erfordert ein nachhaltiges Engagement für Innovation, Zusammenarbeit und Anpassung. Angesichts des anhaltenden Wachstums unserer Städte ist eine ganzheitliche Betrachtung von Stadtentwicklung und Umweltschutz nicht nur wünschenswert, sondern unverzichtbar, um widerstandsfähige, lebenswerte Städte zu schaffen, die als Rückzugsort für alle Lebensformen dienen.
Die Integration von Natur in urbane Räume ist mehr als eine ökologische Lösung – sie eröffnet eine transformative Vision für die menschliche Zivilisation. Angesichts der beispiellosen Herausforderungen durch den Klimawandel und den Verlust von biologischer Vielfalt, sind unsere Städte die Speerspitze der Innovation und Anpassung. Die Erfolgsgeschichten von Singapur bis München zeigen, dass Stadtentwicklung und Umweltschutz kein Widerspruch sein müssen, vielmehr können dadurch Synergien geschaffen werden, von denen alle Einwohner profitieren.
Die Zukunft der Stadtplanung beruht nicht etwa auf einer Entscheidung zwischen menschlichen Bedürfnissen und Umweltschutz, sondern auf der Anerkenntnis, dass beide auf grundlegende Weise miteinander verflochten sind. Wenn wir Städte gestalten, die vielfältige Ökosysteme unterstützen, schaffen wir Umgebungen, die das Wohlbefinden der Menschen durch verbesserte Luftqualität, reduzierte Hitzebelastung und einen stärkeren gemeinschaftlichen Zusammenhalt fördern. Die wirtschaftlichen Vorteile – angefangen von reduzierten Infrastrukturkosten bis zu steigenden Immobilienwerten – machen solche Investitionen nicht nur ökologisch, sondern auch finanziell sinnvoll.
Ein Aufruf zum Handeln
Die Transformation unserer Städte erfordert mehr als nur technische Lösungen; sie erfordert einen grundlegenden Wandel unserer Wahrnehmung von Natur und unserer Beziehung zu ihr. Dieser Wandel muss mit der Erkenntnis beginnen, dass wir uns nicht länger als von der Natur getrennt betrachten können, sondern ein integraler Bestandteil einer größeren ökologischen Gemeinschaft sind. Der Erfolg von Maßnahmen wie Wildtierkorridoren und vogelsicheren Gebäuden zeigt, dass wir widerstandsfähigere, lebendigere und nachhaltigere urbane Umgebungen schaffen, wenn wir bei der Planung immer die Natur im Blick behalten.
Die Herausforderung liegt im nächsten Schritt nicht etwa darin, ob wir Natur in unsere Städte integrieren, sondern wie wir dies am effektivsten umsetzen können. Aus Erfahrungen mit verschiedenen Projekten in der ganzen Welt wissen wir, wie wichtig kooperative Ansätze in diesem Zusammenhang sind, durch die vielfältiges Fachwissen zusammengeführt wird – von traditionellem ökologischem Wissen bis hin zu fortschrittlichster Technologie. Durch diese ganzheitliche Strategie können wir urbane Räume schaffen, die für einen exemplarischen Umweltschutz stehen und gleichzeitig den Bedürfnissen einer wachsenden Bevölkerung gerecht werden.
Die Stadt der Zukunft ist keine Betonwüste, sondern ein lebendiges Ökosystem, in dem menschliche Innovationen die natürlichen Systeme bereichern, anstatt sie zu erschöpfen. Die Vision einer Neuausrichtung unserer Beziehung zu urbanen Räumen erfordert Engagement, Kreativität und Mut. Die Fakten deuten darauf hin, dass eine solche Transformation nicht nur möglich, sondern wesentlich ist, um Städte zu schaffen, die sich in den kommenden Jahrhunderten positiv entwickeln werden.
(Aktualisiert am 20. November 2025)

